Mittwoch, 16. Februar 2011

Parodontologie/ Parodontosebehandlung in Bochum und Herne: Chirurgische Behandlung freiliegender Zahnhälse

Freiliegende Zähnhälse an mehreren Zähnen
 nach kieferorthopädischer Behandlung
Schmerzen bei kalten, warmen oder säurehaltigen Getränken sind häufig das erste Alarmsignal, dass etwas mit den Zähnen nicht stimmt. Schmerzen aufgrund von freiliegenden Zahnhälsen lassen sich behandeln. Die Ursache ist das "Sich-zurück-ziehen" von Zahnfleisch am Zahnhals. Meistens sind die Eckzähne im Oberkiefer als erste betroffen, doch können auch alle Zähne betroffen sein. Der Zahnarzt spricht von "Rezessionen".

Oft versiegelt der Zahnarzt den Zahnhals (als symptomatische Therapie) mit einem kräftigenden Fluorid-Lack oder trägt einen dünnfließenden Kunststoff auf, um die Kanälchen am Zahnhals zu verschließen. Beide Verfahren lindern die Überempfindlichkeit. Das störende Aussehen wird nicht oder kaum verbessert.
Für die  Zahnpflege gibt es ebenfalls spezielle Zahnpasten, deren Inhaltsstoffe die Zahnhalskanälchen verschließen. In der Regel werden die Zahnhälse mit der Zeit weniger empfindlich und der Biss in den Apfel ist nicht mehr ganz so unangenehm.
Bei länger bestehenden freiliegenden Zahnhälsen ist die Vorschädigung allerdings so groß, dass nur noch Zahnhalsfüllungen oder schützende Keramik-Veneers eine dauerhafte Schmerzlinderung bringen.

Für die meisten Patienten eignen sich parodontal-chirurgische Methoden, um das Zahnfleisch wieder über den Zahnhals zu legen. Dies ist eine gute Therapie, weil die Ursachen behandelt werden.

Das Zahnfleisch wieder "zurückzuholen" ist möglich, bedarf aber einer Zahnfleischtransplantation um dünnes und anfälliges Zahnfleisch zu verdicken. Emdogain, ein sogenanntes Schmelzmatrixprotein, sorgt dafür, dass das Zahnfleisch auch an der Wurzel anwächst. Es wird vor dem Zunähen auf die Wurzel gespritzt.
Zähne werden mit Composit temporär verblockt, um eine sichere Zahnhalsdeckung mit Aufhängenähten zu gewährleisten.

Ausgeheilte Zahnhalsdeckung
Nach einigen Tagen ist die Heilung perfekt. Dieses sehr ästhetische Ergebnis ist über Jahre stabil.
Der einfachste Schutz vor empfindlichen Zahnhälsen ist natürlich, sie erst gar nicht entstehen zu lassen. Mit der richtigen Putztechnik sowie der rechtzeitigen Behandlung von Parodontitis und Zähneknirschen lässt sich das Risiko deutlich senken.
Auch kieferorthopädsche Behandlungen begünstigen "lange Zähne". Denn bewegt der Kieferorthopäde die Zahnwurzel durch die Knochenwand ist eine Rezession vorprogrammiert. Kieferorthopäden und parodontologisch tätige Zahnärzte müssen über das Risiko von Rezessionen möglichst vor der kieferorthopädischen Behandlung nachdenken, um gegebenenfalls schon im Vorfeld eine chirurgische Verbreiterung einzuleiten.

Kontaktieren Sie uns bitte  in unserer Praxis, wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten.

Dr. med. dent. Günter Leugner und Zahnarzt Andreas Leugner