Donnerstag, 5. Januar 2012

Parodontologie, Parodontosebehandlung Bochum: Zahnfleischschwellungen durch Medikamente, www.zahnarzt-bochum.de

Die schmerzlose Zahnfleischschwellung durch Zellvermehrung wird Gingivahyperplasie genannt


Diese Erscheinungsform der Zahnfleischschwellung wird meistens durch Medikamente ausgelöst. Viel seltener kommt eine angebohrene Form der Zahnfleischschwellung vor. Eine plötzlich auftretende Zahnfleischhyperplasie muss durch einen Internisten zum Ausschluß einer Leukemie untersucht werden.
Als häufiger Auslöser einer Gingivahyperplasie kommen insbesondere drei Gruppen von Medikamenten in Betracht: Das Epilepsiemedikament Hydantoin, die Blutdrucksenker Nifedipin/ Amlopidin und das Medikament Cyclosporin A, dass gegen die Abstossungsreaktion nach Organtransplantation und bei Autoimunkrankheiten benötigt wird .
Hydantoine können eine Gingivahyperplasie bewirken, die von den Zahnfleisch zwischen den Zähnen ausgeht. Durch gute Mundhygiene kann das Fortschreiten dieser Wucherungen verlangsamen oder stoppen. Wenn nach Absetzen des Medikamentes keine spotane Rückbildung erfolgt muss der Zahnfleischüberschuss chirurgisch- am besten mit dem Laser- entfernt werden.
In Fällen einer längerer Behandlung mit dem Blutdruck senkenden Mittel Nifedipin zu diesen schmerzlosen Zahnfleischwucherungen kommen. Diese bilden sich bei guter Mundhygiene und regelmäßigen Zahnreinigungen auch ohne Absetzen des Medikamentes wieder zurück.
Das Gleiche gilt für Cycosporin A.
In seltenen Fällen können auch bei der Langzeittherapie mit dem Antibiotikum Erythromycin, bei dem Beruhigungsmittel Phenobarbital, Valproinsäure sowie bei  Hormontherapie (Progesteron, Östrogen) Gingivahyperplasien auftreten.
Sollten Sie eines dieser Medikamente benötigen, setzen Sie es auf keinen Fall eigenmächtig ab. Der Schwerpunkt der Behandlung sollte primär auf der Verbesserung der Mundhygiene und der Zahnzwischenraumreinigung liegen unterstützt durch professionelle Zahnreinigung. Erst später sollte die Medikamentenumstellung oder der laserchirurgische Eingriff erwogen werden.

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Dr. med. dent. Günter Leugner und Zahnarzt Andreas Leugner